
Ein Traumpaar
Bei "Conflict: Denied Ops" geht es wieder mal um einen Krieg zwischen der USA und weiß Gott wem noch, der durch eine Spezialeinheit zu lösen ist. Die Gegner drohen, die USA mit Atomwaffen anzugreifen, wenn sie ihren Friedenstrupp nicht zurückziehen. Da kommt man auch schon mitten ins Geschehen. Man kontrolliert zwei Waffenbrüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten (laut Entwickler). Man unterscheidet zwischen einem Scharfschützen und einem Soldaten mit schwerer Ausrüstung. Wichtig ist: Man kann zwischen den beiden nahtlos wechseln.
What's the dfference?
Das fragte ich mich auch nach längerem Spielen... what's the difference? Nach erfolgreich absolvierten Missionen bekommt man Upgrades. So kann z.B. der Scharfschütze mittels einer Waffenkamera um Ecken schießen, während der Nahkampfexperte eine Panzerfaust erhält, die ziemlich durchschlagskräftig ist. Aber die Gegner sind relativ leicht zu erledigen, die KI ist nicht besonders toll ausgefallen und geht auch nicht auf die Schwächen des momentan gespielten Charaktere ein. So kann man einfach alle Gegner mit der MG niederrushen oder auch mit dem Snipergewehr aus der Nähe umnieten. Das besonders Lustige ist: Das Spiel erinnert ein wenig an "Golden Eye" vom N64 aufgrund des Gegnerverhaltens.
Technische Vielfalt
Ganz klar versuchte Eidos bei "Conflict: Denied Ops" die PS3 aufgrund ihrer technischen Möglichkeiten auszunutzen. Das Resultat kann sich einerseits sehen lassen, wird aber andererseits verärgerte PS3-Besitzer hervorrufen. Die Grafik ist teilweise gut, erinnert stark an "The Elder Scrolls 4: Oblivion", besonders bei den Mauertexturen und der Tiefenwirkung. Auch sehr viele Filter wurden eingesetzt, die den Spielern einiges fürs Auge bieten soll. Was aber sehr negativ und unangenehm auffällt, inzwischen aber schon zur Gewohnheit geworden ist, ist die schlampige Umsetzung der PS3-Fassung. So ist die Grafik deutlich schlechter, das Spiel gerät öfter ins Ruckeln und Kantenglättung gilt hier als Fremdwort. Außerdem wirken die Außenwelten sehr karg und leer.
Multiplayer!
Auf kooperatives Gameplay setzt "Conflict: Denied Ops" wie die Konkurrenz. Nur ist die Rollenverteilung stärker, seitdem es zwei Spielerklassen zu besetzen gilt. Miteinander funktioniert das ganze recht gut und kann Spaß machen, aber auch nur dann, wenn man den Schwierigkeitsgrad etwas höher dreht als gewohnt. Da das Spiel über Split-Screen funktioniert, kann man zu Hause mit seinen Freunden die eine oder andere Mission mal spielen.
Fazit
Eidos hat mit "Conflict: Denied Ops" versucht, einen guten Shooter-Titel mit kooperativem Gameplay hervorzubringen, verstärkt mit Rollenverteilung. Leider ist die Umsetzung der PS3-Variante schlampiger als die der Xbox 360, und ich würde daher den Besitzern einer PS3 eher zu "Clive Barker's Jericho" oder "Tom Clancy's Rainbow Six Vegas 2" raten.
Freigegeben ab 18 Jahren
Empfohlener Preis: € 64,99
Erhältlich ab: 08. Februar 2008
Erschienen über: Eidos

coooL03.03.2010 14:09

