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Cardiac Move - The Sixth Seal

Eine österreichische Band mit internationalem Format – wie oft gibt es das schon? Cardiac Move könnten dazu werden. Die bereits 2002 gegründeten Wiener wurden durch ihren Gewinn beim Ö3-Soundcheck 2008 bekannt und konnten sich mit den Singles "Running In Your Mind" und "Head Over Heels" einigermaßen etablieren. Ihr Albumdebüt "The Sixth Seal" versprüht britischen Charme.

Neben den bereits bekannten Auskopplungen rotiert aktuell "Fishermen" im Radio – ein weiterer, angenehmer Midtempo-Pop/Rock-Track, der ein wenig an Coldplay und The Fray erinnert. Ebenso scheinen U2 omnipräsent zu sein, begleiten unter anderem "To Be Free" und "Peace Peace Peace". Ob es am Gitarrensound, den Melodiefolgen oder dem weichen, dennoch eindringlichen Gesang von Johnny K. liegt – schwer zu sagen.

Neben all den vertrauten Sounds – im Opener "All In One" marschieren sogar Feeder auf, die sich schon lange ordentliche Thronfolgen verdient hätten – entwickeln Cardiac Move so etwas wie eine eigene Handschrift. Gerade der abschließende Titeltrack "The Sixth Seal" wirkt sehr überschwänglich und ausufernd, weiß zu begeistern und schlägt die Wiener gleichzeitig als potentiellen Support von R.E.M. vor.

Noch scheinen die Vorbilder von Cardiac Move sehr deutlich in ihrem Sound durch, was "The Sixth Seal" allerdings keineswegs schlecht macht. Im Gegenteil, denn ihr gefühlsbetonter, melodiebedachter, britisch angehauchter Pop/Rock bewegt und trifft genau ins Schwarze. Hats off für ein sensibles, leidenschaftliches Debüt.

Erhältlich ab: 09.04.2010
Erhältlich über: Columbia Records (Sony Music)

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